Oikocredit und Central Lanera Uruguaya – eine langjährige Partnerschaft

Oikocredit und Central Lanera Uruguaya – eine langjährige Partnerschaft

clu-uruguay-news-article-q2-2015.png12. August 2015

Von den ersten Anfängen 1975 bis heute hat Oikocredit 1.670 Organisationen finanziert und dabei über 2,1 Millionen Euro in Entwicklungsprojekte investiert. Aus vielen Organisationen, die im Lauf der Jahre mit Oikocredit kooperiert haben, sind langjährige, geschätzte Partner geworden. Etwa die Wollverarbeitungs-Genossenschaft Central Lanera Uruguaya (CLU): Sie erhielt bereits 1988 ihr erstes von inzwischen fünf Oikocredit-Darlehen.

CLU wurde 1967 als Dachgenossenschaft von 17 lokalen Kooperativen gegründet, denen über 1.500 Bauernfamilien in ganz Uruguay angehörten. Das Ziel von CLU ist es, die soziale und wirtschaftliche Situation der Schafzüchter zu verbessern, indem sie in eine wettbewerbsfähige Produktionskette integriert werden. Denn nur so profitieren die Familien auch von der Weiterverarbeitung und dem Verkauf ihrer Wolle.

Die Genossenschaft verarbeitet die Wolle selbst

Das Kerngeschäft von CLU liegt in der Zusammenarbeit mit den Schafzüchtern vor Ort. Sie werden dabei unterstützt, Wolle bester Qualität zu produzieren. Doch die Genossenschaft ist auch beim nächsten Verarbeitungsschritt dabei: In der eigenen Wollkämmerei Lanera Piedra Alta wird die Wolle zu hochwertigen Kammzügen (so nennen Fachleute das Rohmaterial zum Spinnen von Kammgarnen) verarbeitet und auf dem internationalen Markt vertrieben.

Das bringt den Familien wesentlich bessere und sicherere Einkommen, als wenn sie die Wolle selbst verkaufen würden. CLU zahlt den Schafzuchtbetrieben faire Preise und leistet Vorauszahlungen für die für das Jahr zugesagte Wolle. Die Wollkämmerei Lanera Piedra Alta wurde unter anderem mit einem Oikocredit-Darlehen finanziert.

Cecilia Maroño, die Oikocredit-Länderbeauftragte für Uruguay, arbeitet seit acht Jahren mit CLU im Wollgeschäft zusammen. Sie berichtet, dass die Genossenschaft dank ihres soliden Wachstums inzwischen auch Zugang zu konventionellen Bankkrediten hat und sich sogar über Schuldverschreibungen auf dem uruguayanischen Aktienmarkt finanzieren kann.

Besondere Beziehung

Cecilia Maroño betont, wie wichtig dafür die Oikocredit-Darlehen waren: „Durch den langfristigen und stabilen Kapitalzufluss konnte CLU die Schafzuchtbetriebe unabhängig von Schwankungen des Marktes finanzieren. Über die Jahre ist dadurch eine enge Beziehung zwischen Oikocredit und der Genossenschaft gewachsen.“

CLU fördert auch die Produktion und den Verkauf von Lammfleisch aus ihren Mitgliedsbetrieben. Damit erreicht die Genossenschaft anspruchsvolle Märkte und stellt sicher, dass die Bauernfamilien ein angemessenes Einkommen erhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf besseren Chancen für die kleinsten Betriebe: Mit Zuchtprogrammen unterstützt die Genossenschaft kleinbäuerliche Betriebe in Gebieten mit ertragsarmen Böden dabei, hochwertige Wolle zu erzeugen.

Drei der 17 lokalen Genossenschaften, die zu CLU gehören, sind ebenfalls Partner von Oikocredit: COPAGRAN, CALSAL und CALMER. Ein weiterer Oikocredit-Partner arbeitet eng mit der CLU zusammen: die gemeinnützige soziale Organisation Manos del Uruguay, die für Frauen auf dem Land Arbeitsplätze in der Herstellung fairer Wollwaren schafft.

Das niederländische Fotografenpaar Pauline und Wim Opmeer war bei CLU und weiteren Oikocredit-Partnern in der Wollwertschöpfungskette zu Besuch.

Sehen Sie hier die Reportage mit Fotos und Videoclips

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