Unterstützung für lokale Erzeuger von Honig und Nüssen

Unterstützung für lokale Erzeuger von Honig und Nüssen

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Athanas Matheka und der Produktionsleiter im neuen Greenforest-Werk

02. November 2016

Oikocredit-Partner Greenforest Foods Limited wurde 2001 als Familienbetrieb gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich in erster Linie auf die Verarbeitung natürlicher Nahrungsmittel und produziert Honig und Nüsse für den kenianischen Markt. Wegen des positiven Einflusses von Greenforest auf die Lebenssituation von Kleinbäuerinnen und -bauern und aufgrund seines Wachstumspotenzials war das Unternehmen von Anfang an ein überzeugender Partner für Oikocredit.

„Die jüngste Ausweitung von Greenforests Geschäftstätigkeit in Kenia schafft nicht nur neue Arbeitsplätze direkt in unseren Betrieben, sondern auch indirekt für die Bäuerinnen und Bauern vor Ort sowie für die Zulieferer, von denen wir unsere Erzeugnisse beziehen“, erklärt Athanas Matheka, Gründer und CEO von Greenforest Foods Limited. Für Matheka gibt es gar keinen Zweifel daran, dass sein Unternehmen eine wichtige Rolle dabei spielt, die Lebenssituation der Landbevölkerung in Kenia zu verbessern.

Bereits vor seiner Zusammenarbeit mit Oikocredit hatte Greenforest eine außerordentlich leistungsfähige Marke für seine hochwertigen Naturprodukte geschaffen.2014 erreichte das Unternehmen mit einem Anteil von 35 Prozent die Marktführerschaft auf dem kenianischen Honigmarkt. Seitdem hat Greenforest seinen Expansionskurs fortgesetzt und ist mittlerweile auch auf dem Markt für Nüsse aktiv. Hier hält das Unternehmen bereits einen Anteil von acht Prozent. Greenforest war lange auf der Suche nach einem Finanzpartner, der Kredite für seine Verarbeitungs- und Verpackungsanlagen für Schalenfrüchte bereitstellt.Da Oikocredit und Greenforest sich in ihrer Ausrichtung und ihren Zielen optimal ergänzen, gingen die beiden Organisationen 2014 eine Partnerschaft ein. Oikocredits Darlehen in Höhe von 14 Millionen kenianischen Schilling – das sind umgerechnet rund 128.000 Euro – wird als Betriebskapital und zur Finanzierung der Verpackungsanlage genutzt.

Da die Lieferkette in Kenia unzuverlässig ist, bezog Greenforest einen Großteil seiner Rohstoffe ursprünglich aus dem Ausland. Seit einigen Jahren unternimmt das Unternehmen indes wichtige Schritte, um mehr Produkte von kenianischen Erzeugern zu beziehen. Das zeigt beispielsweise Greenforests Partnerschaft mit USAID im Rahmen des Kenya Agricultural Value Chain Enterprise Project (KAVES). Bei diesem Projekt geht es um die Entwicklung von Wertschöpfungsketten in Kenia, um Bäuerinnen und Bauern technische Unterstützung zu leisten und ihnen einen zuverlässigen Käufermarkt zu bieten. Zunächst wurden im Rahmen dieser Initiative Verträge mit 3.000 kleinbäuerlichen Betrieben abgeschlossen. Bereits jetzt zeichnen sich Produktivitätssteigerungen und höhere Einkommen ab.

Neue Verpackungsmaschine – mit Kapital von Oikocredit finanziert

Schulungen im Marketing

Im Juli 2015 begann Oikocredit ein Schulungs- und Beratungsprogramm mit dem Ziel, Greenforest bei dem Marketing und der Markenpflege für sein Sortiment an Schalenfrüchten zu unterstützen. Dieses Programm umfasst Werbekampagnen und Marketingmaßnahmen, wie zum Beispiel eine neu konzipierte Verpackung, damit sich Greenforest-Produkte wirkungsvoller präsentieren. Zudem umfasst das Projekt Aufklärungsarbeit zu den ernährungsphysiologischen Vorzügen von Nüssen. Diese Strategie hat bereits Erfolg: Greenforests Anteil am Markt für essbare Nüsse ist 2016 auf zehn Prozent gestiegen – Tendenz steigend.

Vielversprechende Zukunft

Oikocredit plant, seine Unterstützung von Greenforest auch in Zukunft fortzusetzen und dem Unternehmen weitere Kredite bereitzustellen. Greenforest hat ehrgeizige Pläne: Das Unternehmen wird demnächst an einen Standort umziehen, der doppelt so groß ist wie das derzeitige Werk. 2016 beschäftigte Greenforest bereits 25 Arbeiterinnen und Arbeiter in seinem Werk, wovon sechs im Rahmen des USAID-Projekts beschäftigt sind.

Mathekas' Pläne für die Zukunft haben Vorbildcharakter: Der Unternehmer will die Lebenssituation der Landbevölkerung in Kenia verbessern und Konflikte um Ressourcen abbauen. Und wie soll das geschehen? Durch den Anbau von Erdnüssen. Lesen Sie hier mehr >

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