Divine Chocolate – eine Partnerschaft, die allen schmeckt

Divine Chocolate – eine Partnerschaft, die allen schmeckt

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Sophi Tranchell

09. Oktober 2013

Ein Unternehmen „im Besitz von Kakaobäuerinnen und -bauern, gemacht für alle, die Schokolade lieben“. So stellt sich Divine Chocolate vor. Das britische Unternehmen ist seit 2006 Oikocredit-Partner. Mitgegründet wurde es von der ghanaischen Kakaogenossenschaft Kuapa Kokoo. Damit ist Divine Chocolate heute das einzige Fairhandels-Unternehmen, das sich zu großen Teilen – 45 Prozent – im Besitz von Kakaobauern und -bäuerinnen befindet.

Mitglieder von Kuapa Kokoo sind daher im Verwaltungsrat von Divine vertreten. Oikocredit hält eine Kapitalbeteiligung an Divine Chocolate und hat daher neben einigen anderen sozial orientierten Unternehmen ebenfalls einen Sitz im Verwaltungsrat. Divine-Chocolate-Geschäftsführerin Sophi Tranchell besuchte kürzlich Oikocredit International. Wir sprachen mit ihr über ihre Arbeit und die Kooperation zwischen Divine und Oikocredit.

Hat die Mitwirkung von Oikocredit im Verwaltungsrat die Arbeit von Divine positiv beeinflusst?

„Ja, auf jeden Fall. Oikocredit unterstützt uns sehr und hat zur Professionalisierung von Divine beigetragen. Auch an unserer Unternehmensstrategie wirkt Oikocredit aktiv mit. Das hat sich positiv auf unsere Leistung ausgewirkt. Unser Verwaltungsrat tagt viermal im Jahr – dreimal in Großbritannien und einmal in Ghana. Oikocredit hat sich von Anfang intensiv beteiligt, war zum Beispiel auch bei den Besuchen der Kakaobauern-Dörfer in Ghana dabei. Die Oikocredit-Beschäftigten nehmen sich Zeit, um die Bauerngemeinschaften kennenzulernen und mit ihnen zu sprechen. Daher verstehen sie unsere Arbeit und können sie unterstützen.“

Wie ist es, sowohl Oikocredit als auch Kuapa Kokoo im Divine-Verwaltungsrat zu haben?

„Wir sehen das als sehr positiven Faktor. Die Vertretung vom Kuapa Kokoo im Verwaltungsrat gibt den Bäuerinnen und Bauern eine gleichberechtigte Stimme. Da Oikocredit ebenfalls eine Partnerorganisation von Kuapa Kokoo ist, kann sie deren Anliegen verstehen und auf einer anderen Ebene darauf eingehen.“

Welche Qualität schätzt Divine an einem Teilhaber?

„Wir nennen Investitionen bei Divine ,geduldiges Kapital‘, also eine längerfristige Anlage. Wie Oikocredit haben auch wir vor allem einen sozialen Auftrag, und das sollte auch bei unseren Teilhabern so sein. Wir möchten unseren Miteigentümern unseren Auftrag und unsere Werte vermitteln und ihnen klar machen, woher Kakao kommt und warum dies ein wichtiger Sektor ist, der Schutz braucht. Wir möchten, dass sie am Weg von Divine teilhaben und den Nutzen fairer Preise für Kakaobäuerinnen und -bauern sehen. Natürlich sehen wir diese Haltung auch bei Oikocredit als langfristigem sozialen Investor, dem die Kakaoproduzenten und -produzentinnen in Ghana am Herzen liegen.“

Wie geht es weiter mit Divine und Kuapa Kokoo?

„Im letzten Jahr haben wir Kuapa Kokoo dabei unterstützt, eine Radioserie für ihre 65.000 Mitglieder zu produzieren. Sie war so ein großer Erfolg, dass sie dieses Jahr fortgesetzt wird. Außerdem unterstützen wir Kuapa Kokoo dabei, sich noch stärker mit der Lage der Frauen zu beschäftigen und sie zum Beispiel auch zu ermutigen, selbst Kakao zu produzieren. Wir werden zudem weitere Abnehmer in Großbritannien und Europa suchen und wollen in den USA noch präsenter werden. Und natürlich entwickeln wir ständig neue und aufregende Schokoladensorten, die wir im Lauf des Jahres einführen werden.“

Oikocredit ist Investitionspartner von Divine Chocolate und hält Kapitalbeteiligungen in Höhe von 500.000 britischen Pfund an Divine Ltd. und 1,1 Millionen US-Dollar an Divine Inc. Außerdem hat Oikocredit eine Kreditlinie von 1,2 Millionen US-Dollar für Betriebskapital bereitgestellt.

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